Rheinmetall Automotive in Südamerika

Seit 50 Jahren eigene Produktionsbasis für Kolben in Brasilien

Die in der Nähe von São Paulo beheimatete brasilianische Kolbenproduktion des Automobilzulieferers Rheinmetall Automotive begeht in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Der schon 1968 gegründete erste Standort von KS Kolbenschmidt in Santo André unweit São Paulo erwies sich bereits nach wenigen Jahren als nicht ausreichend expansionsfähig. Aus Kapazitätsgründen erfolgte daher 1986 die Verlagerung der Produktion nach Nova Odessa, nördlich von São Paulo.

Auf dem dortigen großflächigen Areal wurden in den zurückliegenden Jahren auch Produk­tionen oder Vertriebseinheiten weiterer Tochterfirmen der Rheinmetall Automotive AG ange­siedelt. Die Gruppe beschäftigt in Brasilien allein im Kolben­bereich über 1.000 Mitar­beiter. Einschließlich der weiteren am Standort Nova Odessa beheimateten Divisionen zählt die brasilianische Gesellschaft KSPG Automotive Brazil Ltda. heute insge­samt 1.350 Mitar­beiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 150 MioEUR.

Die Rheinmetall Automotive AG stellt als international operierender Automobilzulie­ferer mit 11.650 Mitarbeitern an weltweit über 40 Standorten Komponenten zur Emissions­reduzierung und Verbrauchsminderung sowie Elektroantriebe, Gehäuse von E-Motoren, Batteriepacks oder Thermomodule her. Als langjähriger Entwick­lungspartner der weltweiten Auto­mobilhersteller produziert das Unternehmen zudem Magnetventile, Aktuatoren und Pumpen, Kolben für Pkw, Nfz, stationäre Motoren, Schiffe und Lokomotiven sowie Motor­blöcke, Zylinderköpfe, Strukturbauteile und Gleitlager. Ferner beliefert die Gruppe freie Werkstätten und den weltweiten Ersatzteilmarkt in über 130 Ländern.